|
SnowValley's Norwegische Waldkatzen/Norwegian Forest Cats |
|
Stand: 02.04.08 |
Über Norweger.... Die Norwegische Waldkatze ist eine alteingesessene
Hauskatzenrasse Norwegens, die teilweise auch heute noch frei und von Menschen unabhängig
in Norwegens Wäldern lebt. In Volksmärchen und alten Liedern wird von Wald-, Feen- und
Trollkatzen erzählt und gesungen. Der Schriftsteller Gabriel Scott veröffentlichte 1912
ein Kinderbuch mit Erzählungen über den Waldkater Sölvfaks, der 1952 auch bei uns in
Deutschland unter dem Namen Silberpelz Karriere machte. Die Norwegische Waldkatze verpaarte sich immer öfter mit der kurzhaarigen
Hauskatze. Da das Gen für Kurzhaar dominant ist gegenüber dem für Langhaar, sah man in
Norwegen dieser Entwicklung mit Besorgnis entgegen. Um das Aussterben ihrer schönen Halblanghaarkatze zu verhindern, begann
Anfang der dreißiger Jahre eine kleine Gruppe von norwegischen Züchtern eine
planmäßige Zucht. Noch vor dem zweiten Weltkrieg wurde in Oslo eine Waldkatze
ausgestellt. Aber auch nach dem Krieg verfolgten einige Liebhaber weiterhin den Plan, mit
möglichst typvollen und rassereinen Tieren die Art zu erhalten. Im September 1972 endlich
wurde die Waldkatze von den freien norwegischen Vereinen als eigenständige Rasse
akzeptiert, erhielt einen vorläufigen Standard und die offizielle Bezeichnung Norsk
Skogkatt. Die planvolle Zucht der nächsten Jahre wurde dadurch erschwert, dass es nur wenige anerkannte "Stammeseltern" gab und so teilweise Inzucht unvermeidlich war. Immerhin mussten die Züchter drei Generationen der "neuen" Rasse nachweisen, um auch bei der FIFe (Féderation internationale Féline) einen Antrag auf internationale Anerkennung stellen zu können.
Pan´s Truls Im November 1977 wurde Pan's Truls, ein black-tabby/weißer Kater als
erste Norwegische Waldkatze mit vollem Zertifikatsstatus anerkannt. Im norwegischen
Fernsehen erschien sein Bild in den Nachrichten mit der Bekanntmachung, dass die
Norwegische Waldkatze international als eigenständige Rasse anerkannt sei. Untersuchungen
sollen ergeben haben, dass sie nicht mit der Europäischen Wildkatze verwandt ist, Typ und
Fellqualität unterscheiden sich deutlich von einander. Sie hat sich hervorragend an die
rauen skandinavischen Lebensbedingungen angepasst. Die Natur stellte härteste
Anforderungen: Das Fell der NORSK SKOGKATT - so ihr Heimatname - steht für eine perfekte
Anpassung an das rauhe, norwegische Klima mit langen Kälteperioden und kurzen Sommern. Es
gab bei klirrender Kälte, schneereiche Winter und im Sommer oft längere Regenperioden zu
überstehen. Der Waldkatzenpelz mit seiner leichten aber dichten Unterwolle, dem längeren
leicht fettigen Deckhaar, welches das Regenwasser abperlen lässt, schützt optimal vor
Erfrierung oder Erkältung. Das eher zottige und bei optimaler Qualität geradezu
"ungepflegt" wirkende Fell filzt kaum. Nur im Frühjahr, wenn die dicke
Unterwolle sich in Flocken löst, bilden sich schon mal in den Achseln oder an den
Hinterbeinen Knötchen, die leicht zu entfernen sind. Unter ihren langen, kräftigen Pfoten sind die Ballen mit kräftigen
Haarbüscheln versehen, die es der Waldkatze ermöglicht, sich im Schnee ohne einzusinken
zu bewegen, was wichtig für eine erfolgreiche Jagd ist. Die Krallen der Waldkatze sind
sehr stark ausgeprägt, sie kann sich dadurch auch im felsigen, unwegsamen Gelände
schneller und besser als andere Katzen bewegen. Im Gegensatz zu anderen Katzen ist es bei
ihr daher auch nicht ungewöhnlich zu beobachten, dass sie von einem Baum nicht
rückwärts, sondern mit dem Kopf voran herunter kommt. Die Norwegische Waldkatze zeigt
fast alle in der Katzenwelt vorkommenden Farben, nur die Maskenzeichnung der Siamesen und
Colourpoints sind nicht erlaubt. Maskenzeichnung kann nur durch Einkreuzung von Siamesen
oder Colourpoints vorkommen, und somit würde es sich nicht mehr um eine echte Waldkatze
handeln. Wir finden also alle Grundfarben und ihre sogenannten Verdünnungen in Agouti und
non Agouti, alle mit und ohne Weiß. Der Körper der Norwegischen Waldkatze sollte einen kräftigen und
geschmeidigen Eindruck erwecken. Die hohen Beine der Katze sind hinten länger als vorne,
so dass der Rücken zum Schwanz hin etwas ansteigt. Im Gegensatz zur Maine Coon, die
gleichlange Beine und daher eine waagerechte Rückenlinie aufweist, die Pfoten sind rund
und kräftig. Der Schwanz soll möglichst lang und buschig sein und das vordere Ende des
Schulterblattes erreichen. Hinzu kommen noch Backenbart, Hemdbrust und der Kragen, die der
Katze ein recht imposantes, manchmal wildes, Aussehen verleihen. Im Sommer wird die warme Unterjacke ausgezogen, d.h. die Unterwolle haart
ab, Backenbart Hemdbrust und Kragen sind auch nicht mehr so ausgeprägt, der Schwanz
jedoch bleibt immer buschig, daran erkennt man die etwas andere Hauskatze. |